Holdorfer Dorfleben

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75 Jahre Schützenverein Fladderlohausen
Kommers in der Schützenhalle
Ehrung der Gründungmitglieder: Eingerahmt von Präsident Mario Stickfort (rechts) sowie Vizepräsident Ulrich Dwerlkotte-Heil und Silvia Breher erhielten Werner Heil, Franz Borgmann und Georg Ansmann eine Ehrenurkunde. (Foto: Vollmer)
Damit das Schützenfest zum 75. Vereinsjubiläum am kommenden Wochenende nicht durch lange Festreden und Gratulationszeremonien zur Geduldsprobe für Schützen und Besucher wird, hatte der Schützenverein den offiziellen Jubiläumskommers bereits am vergangenen Sonntagnachmittag abgehalten.
Präsident Mario Stickfort begrüßte in der voll besetzten Schützenhalle rund 150 Gäste. Unter ihnen waren Vorstands- und Funktionsmitglieder mit Begleitung, Majestäten, Präsidenten und Vorstände befreundeter Schützen- und Musikvereine sowie Vertreter aus Rat und Verwaltung, angeführt von Bürgermeister Dr. Wolfgang Krug. Ebenso hieß er die Kreisschützenpräsidentin Andrea Möllmann, Pfarrer Bernd Strickmann und als Ehrengast die parlamentarische Staatssekretärin für Heimat, Ernährung und Landwirtschaft, Silvia Breher, willkommen.
In seiner Festrede blickte Maria Stickfort auf die Geschichte des Vereins zurück. Er erinnerte daran, dass mit dem 1911 gegründeten Kriegerverein Fladderlohausen ein Vorläufer des heutigen Schützenvereins existierte, dessen Bezeichnung aus nachvollziehbaren Gründen jedoch nicht übernommen wurde. Im Sommer 1951 traten 35 Lorser während der Gründungsversammlung dem neu gegründeten Schützenverein bei, der heute rund 400 Mitglieder zählt.
Besonderen Raum nahm die Würdigung der Gründungsväter ein. In lebendigen Worten schilderte der Präsident den weiteren Werdegang des Vereinslebens, das maßgeblich von Werner Heil, Franz Borgmann und Georg Ansmann geprägt wurde, die an diesem Nachmittag persönlich anwesend waren. Heinz Rechtien, der vierte im Bunde, konnte leider nicht teilnehmen. Die enge Verbundenheit zum Verein wurde deutlich, als Mario Stickfort die zahlreichen ausgeübten Funktionen und errungenen Titel der Geehrten verlas. Während Werner Heil bis heute dem Verein die Treue hält, war Georg Ansmann unter anderem Jugendschießwart, Vizepräsident (1991 bis 1994), Präsident (1994 bis 2000), Schützenkönig im Jahr 1960 sowie Schützenkaiser 2000. Franz Borgmann wurde 1959 im Alter von 24 Jahren der bislang jüngste Schützenkönig des Vereins.
,,Auf eurer Initiative fußt der gesamte Schützenverein", würdigte Stickfort die Verdienste der Gründungsmitglieder. Als Zeichen der Dankbarkeit und Anerkennung überreichte er jedem von ihnen eine Ehrenurkunde, in der Treue, Engagement und Unterstützung hervorgehoben wurden. Darüber hinaus erhielten die Geehrten eine besondere Nadel für 75-jährige Mitgliedschaft, die anlässlich des Jubiläums erstmals gefertigt wurde.
Die anschließenden Grußworte unterstrichen die gesellschaftliche Bedeutung des Vereinswesens. ,,Vereine sind ideale Integrationshelfer", betonte Bürgermeister Dr. Wolfgang Krug. Schützenfeste seien wichtige Orte der Begegnung und des Zusammenkommens. Das bestätigte auch Frank Mecklenburg, Vizepräsident des Schützenvereins Borg-Bottorf-Wasserhausen, der auf die seit 49 Jahren bestehende Freundschaft der Vereine verwies. ,,Schützenvereine passen in unsere Zeit, denn nicht auf dem Handy zu scrollen, sondern Verantwortung zu übernehmen, anzupacken und miteinander zu sprechen, ist wichtig", ergänzte Silvia Breher.

