Holdorfer Dorfleben

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Bericht von: Heinrich Vollmer Veröffentlicht am 06.10.2026

Holdruper Plattschnackers werden gefeiert!

Holdruper Plattschnackers werden gefeiert!


Humorvolle KI-Komödie begeistert das Publikum in Ihorst

Perfekter Roboter: Der KI-programmierte Alex (Daniel von Handorff) zeigt, was er in der Ballettschule gelernt hat. Die Schwestern Jenny (Andrea Stangenberg) und Caro (Louisa Heese) sowie Mutter Ursula Meyer (Michaela Völkerding, von links) können es kaum fassen. (Foto: Vollmer)

Was passiert, wenn der vermeintlich perfekte Partner kein Mensch, sondern ein Roboter ist? Dieser Frage gehen die Holdruper Plattschnackers in ihrem plattdeutschen Lustspiel ,,Een perfekten Kerl oder blos KI" auf unterhaltsame und humorvolle Weise nach. Die Komödie der Autorin Winnie Abel wird noch bis zum 7. November (Samstag) im Saal der Bauernschänke Bocklage in Ihorst aufgeführt.

Im Mittelpunkt des Dreiakters steht die Hühnerhalterin Jenny Meyer, die von ihrem unerfüllten Liebesleben frustriert ist. Andrea Stangenberg bringt die sympathische und etwas tollpatschige Protagonistin mit viel Spielfreude auf die Bühne. Über einen KI-Chatkanal findet Jenny Trost bei Alex. Als ihr die KI-Entwicklerin Martina (Marion Hackmann) und deren geschäftstüchtiger Geschäftsführer Martin (Dirk gr. Schlarmann) anbieten, den humanoiden Roboter auf ihren Hof zu holen, kann sie nicht widerstehen.

Es entwickelt sich eine turbulente Beziehung zu Alex, der von Daniel von Handorff überzeugend dargestellt wird. Der Roboter verfügt über außergewöhnliche Fähigkeiten: Er kennt auf jede Frage die passende Antwort, besitzt übermenschliche Kräfte und bleibt selbst nach reichlich Eierlikör völlig nüchtern. Gemeinsam mit dem trinkfreudigen Knecht Frank, gespielt von René Osterhus, sorgt er dabei für zahlreiche humorvolle Szenen.

Vor Familie und Mitarbeitern versucht Jenny zunächst zu verbergen, dass ihr neuer Partner kein Mensch ist. Besonders ihre attraktive Schwester Caro (Louisa Heese) zeigt Interesse an dem charmanten Alex. Doch schon bald merkt Jenny, dass die ständige Fürsorge und totale Ergebenheit des Roboters auch ihre Schattenseiten haben. Da Alex keinen eigenen Willen besitzt, wächst in ihr der Wunsch, die ungewöhnliche Beziehung zu beenden. Allerdings erweist sich das als schwieriger als gedacht. Weder eine Axt noch andere drastische Maßnahmen können dem technisch perfekt konstruierten Partner etwas anhaben.

Unter der Regie von Christiane gr. Schlarmann entfaltet sich eine rasante Komödie mit zahlreichen Pointen und überraschenden Wendungen. Immer wieder sorgen die Darstellerinnen und Darsteller für Lacher und spontanen Applaus im Publikum. Einen wesentlichen Anteil daran haben auch Michaela Völkerding als resolute Mutter Ursula sowie Martina gr. Schlarmann in der Rolle der pedantisch-verbitterten Nachbarin Gudrun. Zudem überzeugt Debütant Christian gr. Schlarmann in seiner ersten Theatersaison als Tierarzt Niels Felde und fügt sich nahtlos in das erfahrene Ensemble ein.

Die Resonanz auf die aktuelle Produktion ist erneut groß. Sämtliche Vorstellungen sind bereits ausverkauft. Wer dennoch einen Platz ergattern möchte, kann lediglich auf mögliche Kartenrückläufer hoffen, die gegebenenfalls an der Abendkasse erhältlich sind.

Weitere Vorstellungen: 9. Oktober (Freitag) 19.30 Uhr; 11. Oktober (Sonntag) 17 Uhr; 16. Oktober (Freitag) 19.30 Uhr; 17. Oktober (Samstag) 19.30 Uhr; 24. Oktober (Samstag) 19.30 Uhr; 25. Oktober (Sonntag) 17 Uhr; 6. November (Freitag) 19.30 Uhr; 7. November (Samstag) 19.30 Uhr.

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