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Bericht von: Heinrich Vollmer Veröffentlicht am 11.10.2026

Azubis für Azubis: Berufswahl leicht gemacht

Azubis für Azubis: Berufswahl leicht gemacht

Mehr Raum für Gespräche - Neues Konzept überzeugt bei Holdorfer Ausbildungsmesse

Das neue Messekonzept von ,,Azubis für Azubis" ermöglichte intensivere und persönlichere Gespräche in ruhiger Atmosphäre. Von rechts: Marie Voets, Melissa Konradi und Ida Plewa von der ppg > holding GmbH. (Foto: Vollmer)

 Mehr als 30 Unternehmen und Dienstleister aus Holdorf und der Region präsentierten sich bei der 12. Ausbildungsmesse ,,Azubis für Azubis" in der Georg-Kerschensteiner-Schule (GKS). Rund 300 Schülerinnen und Schüler der Oberschule Holdorf sowie eine Abordnung der Oberschule Neuenkirchen nutzten die Gelegenheit, mit Auszubildenden und Fachkräften ins Gespräch zu kommen und sich über mehr als 50 Ausbildungsberufe zu informieren.

Dabei setzte die Georg-Kerschensteiner-Schule erstmals auf ein völlig neues Messekonzept. Während sich die Veranstaltung in den vergangenen Jahren vor allem auf die Aula und einzelne Klassenräume konzentrierte, standen diesmal die Aula sowie sämtliche 13 Klassenräume der ersten Etage den Unternehmen zur Verfügung. Ziel war es, Präsentationen und Gespräche in ruhigerer und persönlicherer Atmosphäre zu ermöglichen.

Unter der Leitung der zuständigen Fachlehrerin Judith Arlinghaus bildeten zuvor Schülerinnen und Schüler in Eigenregie zwölfköpfige Gruppen von jeweils zwölf Personen. Diese besuchten jeweils nacheinander acht Unternehmen aus den Bereichen Industrie, Handwerk, Soziales und Verwaltung und erhielten dort jeweils 15 bis 20 Minuten Einblicke in Ausbildungsberufe, Karrierewege und Praktikumsmöglichkeiten.

,,Um den Bedürfnissen der Schülerinnen und Schüler gerecht zu werden, stand ihnen die letzte Unterrichtsstunde zur freien Verfügung. So konnten sie gezielt die Unternehmen und Ausbildungsangebote besuchen, die sie besonders interessierten", erläuterte Judith Arlinghaus. Die Umstellung sei sowohl bei den Jugendlichen als auch bei den Unternehmensvertretern auf positive Resonanz gestoßen. Die neue Struktur habe intensivere Gespräche über Ausbildungsmöglichkeiten und konkrete Praktika erleichtert.

Für einige Vertreter der Aussteller bedeutete die Ausbildungsmesse zugleich eine Rückkehr an ihre ehemalige Schule. So präsentierte unter anderem Melissa Konradi, Auszubildende zur Industriekauffrau bei der ppg > holding GmbH, gemeinsam mit Ida Plewa, die ebenfalls den Beruf der Industriekauffrau bei dem Verpackungsfolien-Spezialisten erlernt hat und heute als kaufmännische Ausbilderin tätig ist, sowie Medientechnologin Marie Voets verschiedene Berufsbilder und beantworteten Fragen der Schülerinnen und Schüler.

Die drei Unternehmensvertreterinnen zeigten sich vom neuen Messekonzept überzeugt. Die räumliche Aufteilung ermögliche deutlich intensivere Gespräche. In den vergangenen Jahren sei es aufgrund des Gedränges in der Aula oftmals schwieriger gewesen, mit interessierten Jugendlichen ins Gespräch zu kommen.

Dass das Konzept ankommt, bestätigten auch die Schülerinnen und Schüler. ,,Hier kann man in Berufe hineinschnuppern, die man vorher gar nicht so gut kannte", sagte der 13-jährige Henri Burke. Besonders beeindruckt zeigte sich der Achtklässler von den praktischen Vorführungen des Unternehmens Elektrotechnik Diekmann. Zwar wisse er noch nicht genau, welchen Beruf er später einmal ergreifen möchte, doch die technischen Anwendungen mit Beleuchtungssystemen, Verkabelungen und Maschinen hätten sein Interesse geweckt.

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