Aktuelles aus dem Rathaus

Aktuelles aus dem Holdorfer Dorfleben
Stein und Foto erinnern an ,,Alte Schule"
Udo Schlarmann hält Holdorfs Geschichte lebendig
Geschichte begreifbar machen: Der Erinnerungsstein weist mit einem historischen Bild daraufhin, dass der Platz und das Gebäude im Hintergrund einst Schule waren. Von links: Günter Horstmann, Josef Kampers (Heimatverein), Lukas Melzow (Bauhof), Udo Schlarmann, Dr. Wolfgang Krug (Bürgermeister) und Eva-Maria Junker-Schlarmann ((Heimatverein). (Foto: Vollmer)
,,Ein Verhalten färbt ab", stellte Bürgermeister Dr. Wolfgang Krug eingangs einer Erinnerungssteinenthüllung an der Ecke Neuenkirchener Straße/Blumenweg fest. ,,Die Gemeinde hat viele Jahre an Orten mit Bedeutung ihre Steine hingestellt und jetzt sehen wir, dass diese Idee auch in den Privatraum übergesprungen ist. Mit Udo Schlarmann, der über viele Jahre Ratsmitglied war und das hautnah erlebt hat, ist die Gemeinde im Grunde einen Öffentlich-Private Partnerschaft" eingegangen indem an der Stelle ein Stein mit einem geschichtlich wertvollen Bild aufgestellt wurde.
,,Als ich dieses Gebäude erworben habe, war mir nicht bekannt, dass hier einmal eine alte Schule war, die später in Teilen mit einem neuen Gebäude umbaut wurde", sagte Udo Schlarmann. Er dankte dem Heimatverein, der das Bild für den Stein zur Verfügung gestellt hat, das eine Klasse aus dem Jahr 1925, also genau vor 100 Jahren, vor dem Schulgebäude zeigt. Ebenso dem Bauhof für dessen Einsatz sowie dem Bürgermeister für dessen Idee, statt einer Tafel am Haus einen Erinnerungsstein gut sichtbar aufzustellen. Durch den Standort des Steines komme die Erinnerungstafel viel besser zur Geltung als am Gebäude selbst. Außerdem weist zusätzlich am Seiteneingang ein Schild mit Jahreszahlen, integriert in ein Treppengeländer auf die einstige Existenz der ,,Alten Schule" hin.
Von der alten Schule habe er durch seine ehemalige Ratskollegin Silvia Boye erfahren, die sich erinnerte, dass dort die alte Schule war und später zu ihrer Kinderzeit ein allgemeiner Kühlkeller, wo sie ab und zu Sachen abholen musste. Zudem war dort anschließend die Genossenschaft lange beheimatet, erinnert sich Josef Kampers, 2. Vorsitzender des Heimatvereins. Er fügte hinzu, dass um die Jahrhundertwende auf dem Schulhof zu Zeiten der Kirmes, die noch im gesamten Dorf gefeiert wurde, der Viehmarkt abgehalten wurde. ,,Wir vom Heimatverein freuen, wenn unsere Arbeit, die wir ehrenamtlich leisten auch sichtbar wird. An solch eine Stelle gehört auch ein Bild hin, das sonst in den Archiven lagern würde.
